And death shall have no dominion



Und dem Tode soll kein Reich mehr bleiben


Die nackten Toten die sollen eins
mit dem Mann im Wind und im Westmond sein;


Blankbeinig und bar des blanken Gebeins
ruht ihr Arm und ihr Fuß auf Sternenlicht.



Wenn sie irre werden sollen sie die Wahrheit sehn,
wenn sie sinken ins Meer sollen sie auferstehn.


Wenn die Liebenden fallen –
die Liebe fällt nicht;


Und dem Tode soll kein Reich mehr bleiben.


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Und dem Tode soll kein Reich mehr bleiben



Die da liegen in Wassergewinden im Meer
sollen nicht sterben windig und leer;



Nicht brechen die die ans Rad man flicht,
die sich winden in Foltern, deren Sehnen man zerrt:



Ob der Glaube auch splittert in ihrer Hand
und ob sie das Einhorn des Bösen durchrennt,


aller Enden zerspellt, sie zerreißen nicht;


Und dem Tode soll kein Reich mehr bleiben.

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Keine Möwe mehr darf ins Ohr ihnen schrein,
keine Woge laut an der Küste versprühn;



Wo Blumen blühten darf sich keine mehr regen
und heben den Kopf zu des Regens Schlägen;



Doch ob sie auch toll sind und tot wie Stein,
ihr Kopf wird der blühende Steinbrech sein,


der bricht auf in der Sonne bis die Sonne zerbricht.



Und dem Tode soll kein Reich mehr bleiben.

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Dylan Thomas





† 16.01.2018 – 19:05:00 Nepomuks Todestag

Nach langen Tagen verhangener Himmel ist nun Sonne, wo der Wind zuvor nur Trübsinn kehrte.

Sie scheint für Dich, mein kleiner schwarzer Mann. Du, der heute vor 2 Jahren von uns gehen musste, fehlst heute noch genauso wie am Tag, als Dein Herzschlag erlosch. Ohne Dich wiegt die Last der dunklen Himmel schwerer als zuvor, fehlen Deine Bubenstreiche, Dein Vertrauen und Deine Gutmütigkeit, Deine Fähigkeit zu fühlen und ein Lachen zu schenken. So unvergleichlich sanft und ruhend war Dein Gemüt, so einzigartig Deine Art mir zu erzählen; dann, wenn meine Hand Dich im Schlafe sanft umschloss und Deinen Träumen lauschte.



So liebevoll Dein Blick wenn sich unsere Augen trafen, voller Verstehen oder um etwas Bittend.



Niemals hast Du mit Deinem Schicksal gehadert, den Schmerzen die Dir das Leben so schwer machten. Immerzu hast Du einen kleinen Schabernack geplant und uns mit dem Reichtum Deiner Ideen überrascht.



Nichts Böses wohnte in Dir, Deine Seele aus Seide und Sonne gemacht. Du und Dein Bruder Asrael wart „Die Geschwister Fürchterlich“, aber das  nur um Euch zu necken.
Du meine kleiner Mann, hattest so viele Kosenamen über die Jahre erhalten, die in allem nur eins ausdrücken sollten:

Meine Liebe zu Dir.

Du und Dein Bruder waren in Eurer Art Balsam für meine Seele.



Du konntest nicht richtig Miauen, aber trotzdem konnte ich Dich verstehen. Du hast öfter mal geweint, wenn Dein Bruder grob im Spiel mit Dir war. Und es tat mir jedes Mal im Herzen weh und wenn Du wolltest, habe ich Dich getröstet.



So gut ich vermochte war ich für Dich und Asrael da. Du, lieber Nepomuk, hast es geliebt mit Bändchen aller Art zu spielen, und wenn ich nach Haus kam, mussten immer Papas Schnürsenkel dran glauben. Du warst das Gesssspenst, das nächtens mit der Pfote angelehnte Türen öffnete und Du liebtestest unter meiner Decke im warmen zwischen meinen Beinen zu ruhen.



Oft hast Du mich in Dein Putzritual mit aufgenommen, Dein Papa sollte auch schön sauber sein.



Das hat mir gezeigt, wie sehr Du mich geliebt hast. Die Art, wie Du in meinem Arm geschlafen hast war unnachahmlich. Das hat mich sehr stolz gemacht und tief berührt. Wir haben trotz Deiner Erkrankung so süß miteinander gespielt und stets war ein Augenblick, in dem Du mich Deine Zuneigung spüren ließest.



Oft, wenn Du auf meiner Brust gelegen hast, strecktest Du eine Tatze ganz vorsichtig aus und berührtest mein Gesicht mit so großer Vorsicht, das mir Deinen Krallen niemals Leid zugefügt hätten.



Wenn ich spürte das es Dir nicht gut ging sang ich Dir Dein „Nepi-Lied“, denn dann, das hatte der Papa versprochen, würde alles wieder gut werden. Aus Menschensicht war es nur eine einfache Melodie und ein einfachen Text, aber Du, meine kleiner Nepomuk hast es geliebt.



Unter Tränen sang ich Dein Lied an Deinem Todestag, als Dein Herz immer langsamer schlug bis es dann für immer verlosch.



Ich hielt Dich in diesen schweren Minuten und gab Dir die Wärme und Nähe so wie Du es von mir gewohnt warst. Ich hoffe das hast mich gefühlt und ich konnte Dir ein wenig die Angst vor diesem letzten Weg nehmen.



Ich habe lange gehofft das Du wieder gesund werden würdest und war oft beim Arzt mit Dir. Doch irgendwann war klar, das es nicht so sein würde.



Mit der einen Hand stütze ich Deinen Kopf und mit der anderen Hand spürte ich Dein Herz, wie es immer langsamer schlug. Bis es dann endgültig verstummte und Dein einst so liebender Blick im Tode brach.



An diesem Tag brach auch mein Herz und ich kehrte ohne Dich nach Hause zurück. Asrael begann Dich zu suchen. Ich fürchtete er würde Deinen Tod nicht überleben – und wenige Monate später war es dann auch so.



Bis ganz zuletzt, als Asrael auch schon sehr schwach war, hat er Dich – seinen geliebtes Brüderchen, gesucht.



Ich konnte sehen das nach Deinem Tod aus Asrael ein anderer Kater geworden war. Müde eines Lebens ohne sein geliebtes Brüderlein. Ich schenkte ihm all meine Aufmerksamkeit, all meine Liebe, doch ich konnte Nepomuk nicht ersetzen. Und so war es nur ein Frage seiner Kraft und der Zeit, wie lange er noch bei mir verweilen würde.



Und Du mein lieber Asrael warst nach Nepomuks Tod noch für 1,7 Jahre an meiner Seite, bis auch Du so krank wurdest, das ich Dich gehen lassen musste.



Ihr beide wart ein Wunder, nur für mich gemacht. Unsere Seelen klangen gleich und unsere Liebe füreinander war unendlich groß. Ihr fehlt mir, jeden Tag, jede Nacht, jede Stunde, jede Minute.



Ich weine oft um Euch.



Ich war ein Teil von Euch und ihr ein Teil von mir und so ist es bis zum heutigen Tag.



Ich habe heute für Euch 2 Kerzen entzündet und Euer Lied gesungen; ich hoffe Ihr habt gespürt, das ich Euch nicht vergaß.




Euer Katzenpapa

2 Brüder

Nekrolog Kater ASRAEL † 16.10.2019

Asrael und Nepomuk

Mein tapferer Kater Asrael starb am 16.10.2019 gegen 12:30. Sein Brüderchen ging fort – mehr als ein Jahr zuvor. Kein Wort kann meine Trauer beschreiben.

Sie beide waren besonders in ihrem Sein. Seelenverwandt. Nicht bloss Tiere. Teil meiner Seele. Meine Liebe und Verbundenheit ihnen gegenüber war grenzenlos, so wie die Liebe für ihre Menschen unerschöpflich war. Ihre Seelen waren aus Licht und Seide gemacht, aus ihren Augen schien allumfassende Sanftmut.

Wir waren eine kleine Familie.

All seine Dinge sind noch da. Aber er ist nicht mehr da. Ich höre und fühle ihn nur in meinen Gedanken. Von jetzt auf gleich war alles anders. Die Welt ist nun ohne ihn und sein Brüderchen.

Asrael hat so tapfer gekämpft, nach dem sein Bruder fort ging. Doch war seine Trauer jeden Tag spürbar und bis zuletzt hat er vergeblich nach Nepomuk gesucht.

Mein Herz brach vollends, als er in meinen Händen starb, sein Herz aufhörte zu schlagen.

Der Tod von Nepomuk im Januar 2018 hat uns alle verändert und insbesondere Asrael hat sehr darunter gelitten. Nun sind beide für immer fort. Sie haben mich all die Jahre begleitet, waren ein Quell der Liebe und der Hoffnung in guten und in schlechten Jahren. Ich hätte sie gern länger an meiner Seite gespürt, ihre Schritte gehört, mit ihnen gespielt, sie lieb im Arm gehalten oder sanft am Bäuchlein gestreichelt. Mich über ihr grenzenloses Vertrauen ihrem „Papa“ gegenüber erfreut. In ihre großen, sanften Augen gesehen. Sie waren beide die Kinder, die ich niemals im Leben hatte.

Es tut unendlich weh…

This dream never ends I thought
This feel never goes
The time will never come to slip away

This wave never breaks I thought
This sun never sets again
These love will never fade

This world never stops I thought
This wonder never leaves
The time will never come to say goodbye

This tide never turns I thought
This night never falls again
These love will never die